Fragen und Antworten2023-11-28T15:46:18+01:00

Fragen und Antworten zum Herkunfts-kennzeichen Deutschland

Die wichtigsten und oft gestellten Fragen haben wir Ihnen hier in unserem Fragen und Antworten – FAQ-Katalog zusammengefasst. Dieser wird regelmäßig aktualisiert und erweitert. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, kontaktieren Sie uns gern!

Wofür steht das Herkunftskennzeichen Deutschland?2023-11-28T15:41:07+01:00

Das Herkunftskennzeichen Deutschland steht für Produkte aus nachweislicher deutscher Erzeugung und Verarbeitung. Hierzu wurden für die Produktgruppen Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch, Eier, Obst u. Gemüse sowie Milch klare Anforderungen an die Herkunftsereignisse definiert. Nur wenn Produkte alle Anforderungen erfüllen, dürfen Sie mit dem Herkunftskennzeichen versehen werden. Näheres regelt die Branchenvereinbarung zum Herkunftskennzeichen Deutschland.

Wer hat das Herkunftskennzeichen initiiert?2023-11-28T15:10:15+01:00

Das Herkunftskennzeichen Deutschland ist eine Initiative der Zentrale Koordination Handel Landwirtschaft e.V. hier haben sich die Beteiligten zum Ziel gesetzt, die zusammen in der Lebensmittelkette – vom Landwirt bis zum Lebensmittelhandel – nachhaltig zu verbessern. Dazu gehört auch die Entwicklung eines einheitlichen Zeichens für Produkte aus nachweislicher deutscher Erzeugung und Verarbeitung. Dieses Zeichen soll die Wahrnehmung heimischer Erzeugnisse bei Verbrauchern und Verbraucherinnen fördern und so zu einer nachhaltigen Wertschätzung der Produkte beim Verbraucher und zur Existenzsicherung deutscher Landwirte beitragen.

Wer darf das Herkunftskennzeichen Deutschland nutzen?2023-11-28T15:14:14+01:00

Das Herkunftskennzeichen Deutschland können alle Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels, die Lebensmittelhersteller und perspektivisch auch Großverbraucher und Unternehmen der Gemeinschaftsverpflegung nutzen. Organisationen entlang der Erzeugungs- und Herstellungskette, die selbst keine Lebensmittel herstellen oder vermarkten, dürfen das Zeichen ebenfalls nutzen, um seinen Bekanntheitsgrad zu fördern.

Ab wann wird das Herkunftskennzeichen im Handel sichtbar sein, wann ist mit ersten gekennzeichneten Artikeln zu rechnen?2023-11-28T15:15:29+01:00

Die Branchenvereinbarung tritt Anfang Januar 2024 in Kraft. Bis dahin werden alle organisatorischen und technischen Vorrausetzungen geschaffen, um das Herkunftskennzeichen Deutschland nutzen zu können. Dazu schließen die Lebensmittelunternehmen – Handel und Hersteller – eine Zeichennutzungsvereinbarung mit ZKHL. Die Organisation der Lieferketten und die Anpassung von Verpackungen und Etiketten benötigt in der Einführungsphase einen gewissen zeitlichen Vorlauf. Erste Artikel werden voraussichtlich im Frühjahr 2024 in den Regalen des Handels erscheinen. Die Sortimente werden dann kontinuierlich ausgebaut.

Für viele Produkte gibt es bereits gesetzlich vorgeschriebene Herkunftskennzeichnungen. Wie passt das mit dem Herkunftskennzeichen Deutschland zusammen?2023-11-28T15:16:11+01:00

Sehr gut! Das Herkunftskennzeichen Deutschland ist deutlich prägnanter und einfacher zu lesen als die obligatorischen Herkunftsangaben, die je nach Produkt vergleichbare Aussagen, aber auch deutlich weniger Informationen als das Herkunftskennzeichen Deutschland beinhalten können. Dies ist z.B. bei Schweine- und Geflügelfleisch der Fall. Hier geht das freiwillige Herkunftskennzeichen deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Wer kontrolliert das Herkunftskennzeichen Deutschland?2024-02-07T12:24:30+01:00

Die Nutzer des Herkunftskennzeichen Deutschland unterwerfen sich einer regelmäßigen unabhängigen Prüfung durch bewährte und im Markt etablierte Prüfsysteme wie QS, ORGAINVENT, IFS u.a. Mit diesen Prüfsystemen hat ZKHL eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, welche die jeweiligen Prüfungsverfahren um eine gezielte Prüfung des Herkunftskennzeichens Deutschland erweitert. So werden bewährte Strukturen genutzt und Synergien geschaffen. ZKHL hat dazu mit den etablierten Prüfsystemen eine eigene Prüfsystematik entwickelt.

Es finden regelmäßige Kontrollen des Herkunftskennzeichens im Rahmen der kooperierenden Prüfsysteme statt.

Ist die Nutzung des Herkunftskennzeichens Deutschland Pflicht?2023-11-28T15:17:31+01:00

Nein, die Branchenvereinbarung zum Herkunftskennzeichen Deutschland hat eindeutig festgehalten, dass die Nutzung des Zeichens freiwillig ist. Angesichts der Vielfalt bisheriger Herkunftskennzeichen im Markt besteht jedoch ein großes Interesse an der Nutzung eines einheitlichen Zeichens, welches einen hohen Bekanntheitsgrad erzielen und Verbrauchern und Verbraucherinnen verlässliche Informationen über die heimische Herkunft seiner Produkte geben soll.

Werden Produkte mit dem Herkunftskennzeichen Deutschland teurer?2023-11-28T15:40:19+01:00

Der Preis für Lebensmittel unterliegt vielen Einflussfaktoren im Markt. Produkte mit dem Herkunftskennzeichen Deutschland stehen mit vielen anderen Produkten aus anderen Ländern im Wettbewerb um die Gunst von Verbrauchern und Verbraucherinnen. Diese schätzen die Angebotsvielfalt und sind dabei bekanntermaßen sehr preisbewusst. Deutliche preisliche Differenzierungen sind daher nicht zu erwarten. Vielmehr soll die bewusste Entscheidung für Lebensmittel aus heimischer Produktion durch die bessere Sichtbarkeit im Wettbewerb gefördert werden.

Erhält der Landwirt mehr Geld, wenn er Lebensmittel erzeugt, die das Herkunftskennzeichen Deutschland tragen dürfen?2023-11-28T15:18:53+01:00

Das Herkunftskennzeichen Deutschland beinhalten keinerlei Prämien oder garantierte Zuschläge wie z.B. Tierwohl-Systeme. Der „Mehrwert“ des Herkunftskennzeichens für die Erzeuger entsteht dadurch, dass gekennzeichnete Lebensmittel eine nachhaltige Wertschätzung bei Verbrauchern und Verbraucherinnen erfahren und die heimische Erzeugung auf diesem Weg gestärkt und in ihrer Existenz gesichert wird.

Warum noch ein neues Label?2024-02-07T12:07:12+01:00

Ein wesentlicher Beweggrund für die Handelsunternehmen, sich für ein einheitliches Herkunftskennzeichen zu engagieren, war ein gemeinsames Zeichen für Produkte mit deutscher Herkunft zu entwickeln. Anstelle unterschiedlicher, nur schwer vergleichbarer Herkunftskennzeichen einzelner Handelsketten bündeln wir die Kräfte unter einem einheitlichen Herkunftskennzeichen mit abgestimmten Kriterien. Das neue Zeichen sollte eine deutlich stärkere Marktdurchdringung und Wahrnehmung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern erfahren. Somit kommen wir auch dem Wunsch der Verbraucher nach, auf einem Blick Produkte mit deutscher Herkunft erkennen zu können.

Welche Voraussetzungen muss ein Produkt erfüllen, damit es das Siegel tragen darf?2024-02-07T12:12:01+01:00

Die Voraussetzungen hinsichtlich der Herkunftsereignisse sind im Anhang der Branchenvereinbarung (s. Die Kriterien) für jede Produktgruppe definiert. Für Schweinefleisch heißt dies z.B. Geburt (Ferkelerzeugung mit Haltung der Sauen), Aufzucht und Mast, Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung und Verpackung in Deutschland. Hier gilt künftig also der 5xD-Standard.

Wie funktioniert die Zeichenvergabe?2024-02-07T12:20:10+01:00

Das Herkunftskennzeichen darf grundsätzlich auf Produkten stehen, die die in der Branchenvereinbarung aufgeführten Herkunftskriterien erfüllen. Die Zeichenvergabe an Lebensmittelunternehmen, also Lebensmittelhändler und -hersteller, erfolgt über eine Zeichennutzungsvereinbarung mit der ZKHL als Zeichengeber. Für die Zeichennutzung erhebt die ZKHL eine jährliche Lizenzgebühr.

Die genauen Vorschriften bezüglich der Zeichenverwendung werden durch einen Styleguide, also ein Benutzerhandbuch geregelt, welches Größe, Farben, Positionierung u.a. Details im Sinne einer einheitlichen und gut sichtbaren Zeichenverwendung regelt.

Für die Kontrolle der korrekten Zeichenverwendung muss der Zeichennutzer über die etablierten Prüfsysteme an der Zusatzprüfung „Herkunftskennzeichen Deutschland“ teilnehmen.

Ist das Zeichen eine Absatzförderung?2024-02-07T14:20:15+01:00

Wir führen weder eine mit öffentlichen Mitteln geförderte Absatzförderung à la CMA ein, noch diskriminieren wir Produkte anderer Herkünfte. Im Gegenteil: das Herkunftskennzeichen ist ein freiwilliges Zeichen und steht allen Unternehmen offen, deren Produkte die definierten Kriterien erfüllen.

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